LUMATIK

»MEHR LICHT!«

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

eine dynamische Lichtinstallation der
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Augsburg

LUMATIK

VISION

Denn LUMATIK will die Architektur nicht als Display nutzen, sondern entwickelt die Fassade weiter zu einer integralen Lichtskulptur. Aus der Struktur der Fassade entsteht die Matrix der Lichtinstallation, aus der Transparenz der Fassade entsteht die Durchdringung des Innen und Außen und aus der klaren Strenge der Architektur entwickelt sich die reduzierte und fokusierte Ästhetik.

LUMATIK erweitert die Architektur um einen wesentlichen Aspekt - die Dynamik. Die Installation verändert ihre Erscheinung dynamisch und zeigt immer neue Muster, die sich fließend entwickeln und langsam in pulsierenden Wellen aufbauen.

Diese Muster werden in Echtzeit erzeugt - also im selben Moment generiert, in dem der Betrachter sie sieht. Dazu wird die Situation vor der Fassade einbezogen - die vielen verschiedenen Bewegungsphänomene auf der Kreuzung, den Gehwegen, den Straßenbahnschienen werden analysiert und als Impulse für die Lichtinstallation interpretiert. So reflektieren die Echtzeit-Animationen von LUMATIK die realen Bewegungen auf dem Platz vor der Fassade und transformieren diese alltäglichen Vorgänge auf eine abstrahierte Ebene - in Echtzeit. LUMATIK positioniert sich mit seiner Anlage als situative Inszenierung und als echtzeit-generierte Lichtskulptur an der Spitze der zeitgenössischen Kunst. Aber neben diesen anspruchsvollen künstlerischen Ambitionen ist LUMATIK schlicht und ergeifend - schön!

»LUMATIK liegt die Idee einer medialen Membrane zu Grunde.«

LUMATIK

INTENTION

Die Fassade soll nach dieser Konzeption keine Fenster-Front sein, sondern eine Membrane, die Kommunikation möglich macht und sich als Teil der urbanen Kultur zur Stadt hin öffnet.

Unsere Hochschule und ihre Partner verstehen sich als aktive und zukunftsweisende Kräfte in Kultur und Gesellschaft. Wir wollen sichtbare Zeichen setzen und mit unseren Projekten die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen mitbestimmen. LUMATIK wird ein buchstäblich leuchtendes Beispiel dafür sein - mehr noch, es wird Impuls sein für die Zukunft.

LUMATIK ist konzeptionell und ästhetisch auf der Höhe der Zeit. Wegen seiner klaren Formensprache und seinem prozessbasierten Inhalt darf man auf kontroverse Diskussionen in Medien und Gesellschaft gespannt sein. Alle Beteiligten positionieren sich mit diesem Projekt als mutige Macher - und werden davon sehr profitieren!

LUMATIK bietet die Chance, weit über regionale Grenzen hinweg wahrgenommen zu werden. LUMATIK bietet die Möglichkeit, sich eindeutig in Gesellschaft und Öffentlichkeit zu positionieren als visionsstarke und prägende kulturelle Kraft. Als weithin strahlendes Kunstwerk wird LUMATIK für uns kommunizieren, denn es wird die Stimmen der Medien für uns sprechen lassen. Selbst wenn man die Konzeption als Echtzeit-Skulptur und als situative Inszenierung hintanstellen will - die schiere Größe und die Dominanz des klaren Aufbaus machen LUMATIK unübersehbar.

»Die Architektur unseres Hauses versteht sich als Raum und Rahmen für dynamische Kreativität und spiegelt damit unser Selbstverständnis ideal.«

LUMATIK

KOOPERATION

»LUMATIK kann Wirklichkeit werden und uns allen gemeinsam ein leuchtendes Zeichen sein.«

Mit seinem situativen Konzept integriert LUMATIK nicht nur die Fassade, die Lichtinstallation und die Räume vor und hinter der Fassade, sondern vor allem den Betrachter. Sein Verhalten wird von LUMATIK interpretiert und in Echtzeit in eine elementare Ästhetik übersetzt.

Auch auf der Seite der Macher will LUMATIK integrieren:
die Verantwortlichen und Entscheider, die Partner und Sponsoren, die Erbauer und Betreuer, die Entwickler und Kreativen, die "Bewohner" des Gebäudes. Sie alle müssen die gemeinsame Vision teilen und offensiv vertreten. Alle sind aufeinander angewiesen, denn das Vorhaben birgt vielfältige Herausforderungen, die nur mit einer starken Kooperation aller zu meistern sein werden. Hier sind nicht Bedenkenträger gefragt, sondern mutige Macher. Vertrauen und gegenseitige Unterstützung aller Beteiligten wird essentiell sein für den gemeinsamen Erfolg. Jeder kann ein Teil des Problems werden oder ein Teil der Lösung.

LUMATIK wird ein Signal sein für zukunftsfähiges und aktives Engagement aller Beteiligten. Und dies beginnt bereits beim Planen - jetzt!

Warum soll sich die Hochschulleitung, das Bauamt, die Partner und Sponsoren oder die Fakultät für Gestaltung auf diesen schwierigen Plan einlassen? Aus Vertrauen sicherlich - Vertrauen zu einer großen und starken Idee ebenso wie aus Vertrauen zu allen anderen Beteiligten. Aber vor allem aus Begeisterung - denn diese Vision kann Wirklichkeit werden und uns allen gemeinsam ein leuchtendes Zeichen sein.

LUMATIK

PRODUKTION

Der Aufbau von LUMATIK ist einfach. Innen an der Fassade werden längliche LED-Leuchten montiert, die regelmäßig dem Raster der Fensterrahmen folgen. Die Leuchten liegen hinter der Rahmenkonstruktion, so dass sie die architektonische Gliederung in keiner Weise verändern und den vollen Durchblick erhalten.

Alle Leuchten werden neben den betriebsüblichen Bauteilen mit einem Steuerungselement ausgestattet, das das zentrale Dimmen der Leuchten erlaubt.

Die Steuerung der Schaltimpulse wird von einem zentralen Rechner aus erfolgen. Dieser Rechner ist über ein Interface direkt mit allen Leuchtstoffröhren verbunden.

Die LUMATIK-Software untersucht die Vorgänge vor der Fassade nach Veränderungen und wiederkehrenden Schemen und transformiert diese zu dynamischen Lichtmustern.

Gleichzeitig erhält der Rechner Bilder von einer Kamera, die die Situation vor der Fassade verfolgt. Die LUMATIK-Software untersucht die Vorgänge vor der Fassade nach Veränderungen und wiederkehrenden Schemen und transformiert diese zu dynamischen Lichtmustern.

LUMATIK besteht technisch gesehen also aus den LED Leuchten in der Fassade, den Steuerungselementen und einem Interface, Kameras und einem Rechner. Aufgrund dieses simplen Aufbaues und des völligen Fehlens von mechanischen Verschleißteilen wird die Pflege und Wartung kaum aufwändig sein. Da auch keine Verbauchsmaterialien verwendet werden, wird die Installation weitgehend selbstständig laufen. Lediglich die Lebensdauer der Leuchtstoffröhren erfordert gelegentlich einen Austausch der Leuchtmittel, der jedoch nur geringe Kosten verursacht. Die Wartung und Pflege der LUMATIK-Steuerung (Rechner und Software) wird die Projektgruppe dauerhaft übernehmen und damit den störungsfreien Betrieb sicher stellen.

LUMATIK

FUNKTION

Der LUMATIK Prototyp, bestehend aus 3x4 Fassaden-Elementen.

LUMATIK

IMPRESSUM

LUMATIK wurde entwickelt in der Fachklasse für Zeit-Medien an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Augsburg

Studentisches Team 2008: Leitung: Studentisches Team 2009: Partner:
Katrin Eberhard
Philipp Rockel
André Wachter


Prof. Robert Rose




Katrin Eberhard
katrin ät skizzenbuch.de

Claudia Kobielski
mailcmk ät web.de
Korona Leuchten GmbH
www.korona-licht.de

lab binaer GbR
www.labbinaer.de
Hochschule Augsburg
Fakultät für Gestaltung
Fachklasse für Zeit-Medien